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slice composing

Photohsop programmieren

Was bedeuten diese beiden Begriffe jetzt wieder? Auf jeden Fall ist es nicht der Name eines neuen Projektes. Oder irgendwie aber doch. Denn unter diesem Begriff habe ich ein so genanntes Skript für Photoshop programmiert. Das wissen nämlich nicht viele Benutzer - dass man Photoshop mit einer eigenen Programmiersprache quasi fernsteuern kann. Mehr noch, man kann vielfältige Aufgaben automatisieren, und das wesentlich umfangreicher als mit einfachen Aktionen. Aber dieser Artikel befasst sich nicht mit der Skript-Programmierung an sich, sondern mit einem ganz besonderen Verfahren zur Zusammenstellung eines neuen Bildes aus vielen Einzelbildern.

Wobei man aus jedem dieser Einzelbilder nur eine schmale Zeile (oder Spalte) von Bildpixeln extrahiert, und diese in einem neuen Bild wieder aneinander gereiht werden. Wenn ich von "vielen" Einzelbildern schreibe, dann meine ich damit bis zu mehreren 1.000. Das kann man nicht mehr wirklich manuell machen, deshalb kam eben ein Skript zum Einsatz.

Nochmals etwas genauer, was bei diesem Prozess passiert. Nehmen wir einmal an, ich habe 4.000 Einzelbilder einer Wellenbrandung am Strand. Diese Bilder stammen der Einfachheit halber aus einem Video das mit unbewegter Kamera auf einem Stativ aufgenommen wurde. Alle Bilder haben die Auflösung des HD-Videos, also 1.920 x 1.080 Pixel. Von jedem Bild werden jeweils die Pixel der (beliebig gewählten) Spalte Nr. 640 extrahiert. Ich erzeuge also 4.000 Einzelbilder mit je 1 x 1.080 Pixel Auflösung. Das Einzelbild Nr. 1 wird dann die Spalte Nr. 1 des Ausgangsbildes, das Einzelbild Nr. 2 die 2. Spalte usw. Bis ich ein Ausgangsbild von 4.000 x 1.080 Pixel habe. Ein langwieriger Prozess, was mit ein Grund ist, diese Rechnerei Photoshop zu überlassen.

Das Ergebnis einer solchen Bildbearbeitung, nämlich eine zweidimensionale Komposition über die Zeit,ist irgendwie faszinierend. Bildinhalte welche sich in dein Eingangsbildern nicht bewegen (z.B. der Sand) erscheinen im Ergebnis als Linien. Alles was sich bewegt wird an einer Art neuen Zeitachse aneinander gereiht.

Solche sich bewegende Objekte (z.B. Wellen) werden beim "slice composing" entsprechend ihrer Geschwindigkeit (relativ zur Anzahl der aufgenommen Bilder) verzerrt. Bleibt die Geschwidigkeit gleich, dann bleibt auch die Verzerrung gleich. Ändert sich die Geschwindigkeit und wird schneller oder langsamer, dann werden die Verzerrungen gestaucht oder in die Länge gezogen. So etwas kennt man etwa auch von Zielfotos beim Pferde- oder Radrennen. Dort erscheinen die Aufnahmen nahezu unverzerrt, weil die Geschwindigkeit fast gleich bleibt. Das ist das selbe Grundprinzip, nämlich eine so genannte Schlitzkamera.

In meinem Fall erledigt das Photoshop. Das kann man natürlich auch auf andere Szenen anwenden, zum Beispiel ein Tango tanzendes Paar, oder den Verkehrsfluss an einer Kreuzung.

Wenn man die Möglichkeiten dieses Verfahrens etwas weiter denkt, dann ergeben sich viel mehr Varianten und "Spielmöglichkeiten". Etwa indem man ein Objekt um seine eigene Achse drehen lässt, oder nicht Pixelspalten sondern -zeilen verarbeitet. Viel Spielraum also für kommende Experimente, die über meine ersten Versuche sicher noch weit hinaus gehen werden.

tiny flowers

rose

ring

model lara

flowers

easter flowers

Für alle, die an dem genannten Skript für Photoshop interessiert sind werde ich in einem nächsten Beitrag im Detail berichten. Das Skript selbst wird es dann auch zum Download geben.

Also dran bleiben und wieder herein schauen!

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